Euroterminal Dorohusk
Stand der Projektumsetzung
Die Investition befindet sich in der Phase der technischen Planung und Projektabstimmungen. Ein vollständiges funktional-räumliches Konzept sowie erste technische Parameter wurden bereits ausgearbeitet. Derzeit laufen Arbeiten zur Sicherstellung der Energieversorgung (GPZ-Station) und zum Bau eines hybriden Energieparks, der die Euroterminals in Dorohusk und Chełm versorgen soll. Die Investition ist eine direkte Erweiterung des Projekts in Chełm und soll stufenweise parallel zur Entwicklung des Terminals in Chełm realisiert werden.
Lage
Der Terminal befindet sich unmittelbar an der Staatsgrenze zur Ukraine in der Ortschaft Dorohusk, in unmittelbarer Nähe zu zwei wichtigen Eisenbahnlinien:
- Breitspurbahn (1520 mm) – aus Richtung Ukraine
- Regelspurbahn (1435 mm) – Richtung Warschau, Trójmiasto, den Ballungsräumen Krakau, Schlesien und Breslau sowie zu den Häfen Westeuropas
Die Lage bietet zudem schnellen Zugang zur Landesstraße Nr. 12, zum Knotenpunkt Dorohusk der Schnellstraße S12 und zur Nähe des Grenzübergangs Dorohusk–Jagodzin, was eine effiziente Warenabwicklung und eine reibungslose Verteilung der Güter innerhalb der Europäischen Union ermöglicht.
Flächennutzung
Die Gesamtfläche des für die Investition vorgesehenen Geländes beträgt 32 ha, darunter:
- Intermodalterminal: ca. 76.000 m²
- Büroeinrichtungen, Tore, Parkplätze: ca. 30.000 m²
- Technischer Bereich und Bahntor: ca. 6.000 m²
- Technische Einrichtungen des Terminals: ca. 6.000 m²
- Investitionsflächen (Lager, Industrie): ca. 165.000 m²
- Innenstraßen und Infrastruktur: ca. 37.000 m²
Technische Parameter des Terminals
Gleise für den Güterverkehr:
- 2 breite Umschlaggleise für Züge mit einer Länge von 750 m
- 2 Regelspurgleise für Züge mit einer Länge von bis zu 750 m jeweils
- Die Gleise sollen mit einem Fahrleitungsnetz ausgestattet werden, das das Abstellen von Zügen unter elektrischen Streckenlokomotiven für den Umschlag ermöglicht
Manövrier- und Lagerflächen:
- Fläche: ca. 55.000 m²
- Containerkapazität: ca. 2.600 TEU, darunter:
- 60 Kühlcontainer
- 60 Container mit Gefahrgut
- 300 Stellplätze für intermodale Sattelauflieger und Swap Bodies
Umschlaggeräte:
- 4 portalkranbasierte Schienenkräne
- Terminal-Traktoren und Sprinter
Moderne Systeme zur Terminalsteuerung und -verwaltung:
- Integriertes TOS-System (Terminal Operating System) zur Unterstützung bei der Verwaltung von Ladungen und Ressourcen
- Automatische Tore mit OCR- und OFR-Systemen – Scannen von Container- und Fahrzeug-/Wagennummern, Erkennung von Containerparametern (Größe, Höhe, Position der Türen, Kennzeichnung von Gefahrgut, automatische Suche und Dokumentation von Ladungsschäden usw.)
- CCTV-Überwachung
- Integration mit Zoll- und Steuerbehörden sowie Logistikdienstleistern
Energieversorgung und Infrastruktur:
- Stacja GPZ
- Nowoczesna sieć energetyczna oraz wodno-kanalizacyjna
- Oświetlenie LED
Kapazität und operative Leistung
- Jährliche Terminalkapazität: ca. 300.000 TEU
- Anzahl der bedienten intermodalen Einheiten: ca. 45.000 Stück/Jahr
- Abfertigung von Zügen: bis zu 20 Züge täglich (Länge bis 1.000 m)
- Straßenverkehr: bis zu 600 Fahrzeuge täglich
- Lagerfläche überdacht: ca. 60.000 m²
Zusätzliche Funktionen
- Bürogebäude mit Sozialbereich und Gastronomie
- Werkstatt und Service für Terminalgeräte
- Parkplatz für LKW: 50 Plätze
- Parkplatz für PKW: 100 Plätze
- Reservierte Flächen für den Bau von:
- Tankstelle
- Hotel
- Zollgebäuden
Ökologie und Nachhaltigkeit
Der Terminal wurde unter Berücksichtigung der Minimierung der Umweltbelastung entworfen:
- Einsatz von elektrischem Umschlaggerät
- Gebäude mit erhöhter Energieeffizienz
- CO₂-Reduzierung durch überwiegende Nutzung des Schienenverkehrs
Geopolitische Bedeutung
Der Euroterminal Dorohusk erfüllt eine wichtige geostrategische Funktion:
- Unterstützung des Prozesses der westlichen Orientierung der Ukraine
- Integration in den Mittleren (Transkaspischen) Korridor, der Asien, den Kaukasus und den Nahen Osten mit Europa verbindet
- Stärkung der Rolle Polens – insbesondere Ostpolens – in den globalen Lieferketten
